Energiebewahrende Kleidung ist ursprünglich eine Übersetzung des russischen Begriffs
энергообережная одежда. Zurzeit ist auch der Ausdruck „energetische Kleidung“ in Umlauf –
doch ich ziehe den Begriff energiebewahrend vor, da er dem tieferen Sinn gerechter wird.
Als Sammelbegriff entstand er nach dem Zerfall der Sowjetunion im Zuge der Auseinandersetzung
mit dem dortigen kulturellen und geistigen Erbe und geht von der Prämisse aus, dass die Kleidung
unserer Ahnen so konzipiert und genäht wurde, dass sie die körperliche, seelische und geistige
Gesundheit fördert. Zu den Pionierinnen der energiebewahrenden Kleidung in Russland gehört u. a.
Ljuboslawa, deren Video zum Männlichen und Weiblichen in russischer Übersetzung große
Verbreitung auf YouTube fand.
Da es sich um eine hochmagische Kleidung handelt, besitzt sie zwei Dimensionen: eine
grobstoffliche und eine feinstoffliche.
Zu ihr gehören die mechanisch-energetischen Aspekte, wie ich sie getauft habe – Stoffe, Schnitte,
Nahttechniken usw. –, die den Energiefluss begünstigen, uns heilen und die Bildung heilsamer
Torsionsfelder unterstützen.
Energiebewahrende Kleidung hilft, die Lebenskraft nicht zu zerstreuen, sondern zu sammeln, zu
bewahren und zu nähren.
Gleichzeitig wirkt sie wie ein schützender Mantel gegenüber äußeren energetischen Einflüssen –
fremde Energien, der sogenannte „böse Blick“, sexualisierte Blicke oder pathogene Strahlungen wie
Elektrosmog oder geopathogene Felder. Diese Einflüsse sollen durch das Kleidungsstück
abgefangen, neutralisiert und transformiert werden.
Die Gestaltung solcher Kleidung folgt alten energetisch-mechanischen Prinzipien:
• Verwendung von Naturstoffen wie Leinen, Hanf, Brennnessel oder Wolle
• Verschlossene Nähte, um den Energiefluss zu fördern
• Freie Energiebahnen, keine störenden Nahtverläufe über Meridiane
• Keine Kreuznähte, insbesondere keine Zwickelkreuze
• Weite Schnitte, damit der Körper sich frei entfalten kann
• Schutz und Bedeckung sensibler Energiezentren, oft mithilfe bestickter oder symbolisch
aufgeladener Elemente
• Individuelle Maße, häufig nach alten Maßeinheiten wie Elle oder Handspanne
Weitere grundlegende Prinzipien sind:
• das Tragen weißer Unterwäsche als erste Schicht,
• geschlechtsspezifische Kleidung (z. B. Röcke und Kleider für Frauen),
• bewusstes Arbeiten mit Mehrschichtigkeit als energetische Puffer und
Transformationsräume
Rituale, Prozesse und Initiation - die feinstoffliche Dimension
Sie umfasst das magische Arbeiten mit Stoffen und Werkzeugen, Reinigungsrituale, das Erkennen
tiefer Symbolismen und Psychosomatik. Im Gegensatz zur „toten Kleidung“ der industriellen
Herstellung sind energiebewahrende Gewänder tief verwoben mit unserer energetischen Struktur –
sie spiegeln sie sogar auf materieller Ebene.
Um diese Symbolismen zu verstehen, ist das Eintauchen in das Weltbild unserer Ahnen
unabdingbar. Für sie war alles lebendig und beseelt – vom Baum bis zum Löffel. Die hermetischen
Gesetze „Das Große im Kleinen“, „Wie innen so außen“, „Wie oben so unten“ waren für sie gelebte
Realität. Dies schloss den Umgang mit Stoffen und Kleidung ein.
Ein Gewand bildet einen Mikrokosmos, ein in sich geschlossenes System. Beim Nähen werden wir
zu Schöpferinnen, die Universen erschaffen. Die Weiber aktivieren dadurch den Archetyp der
Göttinnen, die seit Jahrtausenden mit Spinnen, Weben und Nähen verbunden sind: im slawischen
Raum Makoscha, Mara sowie ihre Töchter Dolja und Nedolja; im deutschsprachigen Raum Frigg,
Frau Holle, Perchte.
Der Akt des Nähens wird so zu einem Prozess der Aktivierung dieser archaischen Kräfte in uns.
Nicht immer geht es nur freudig von statten. Es fließen auch mal Tränen, Traumata kommen hoch,
und wollen gesehen werden. Das Weib lernt so, durch das Nähen ihr Schicksal und das ihres
ganzen Stammes zu reprogrammieren: mit dem Anschauen und Transformieren der Schatten, mit
guten Gedanken, Gesängen, der Verbindung mit ihrem Herzen und ihrem heiligen Schoß.
Sowohl der Prozess des Nähens als auch das Tragen der Kleidung geben uns nach dem
hermetischen Gesetz der Gleichnis tiefe Einsichten über Störungen in unserem Energiesystem.
Gleichzeitig heilt uns diese Kleidung beim Tragen und hilft, unsere Energiebahnen und
Torsionsfelder zu aktivieren.
Über die magische Komponente gäbe es noch unendlich viel mehr zu sagen. Weitere Ausführungen
würden jedoch den Rahmen sprengen. Die Grundlagen – und dennoch nur Bruchteile dieses
immensen archaischen Wissens – vermittle ich bei meinen Live-Seminaren und Nähkursen. Die
eigentlichen Schlüssel werden dort auch nonverbal übermittelt, im wissenden Feld, wenn wir uns
gegenseitig heilen, sehen und aktivieren.
Die Kleidung soll dazu dienen, unsere natürliche Schönheit zu unterstreichen, unseren Energiefluss
zu begünstigen, unsere Torsionsfelder zu aktivieren. Statt uns in irgendwelche Schubladen und
frauenverachtende Ideale zu pressen, die nichts mit gesunder Weiblichkeit zu tun haben, weder auf
der körperlichen noch auf der psychischen Ebene.
Die heutigen Ideale, die von der Gesellschaft als „schön“ etikettiert werden, führen in den meisten
Fällen zu psychischen Belastungen. Frauen, die diesem Schönheitsstandard entsprechen oder zu
entsprechen versuchen, tragen oft tiefe innere Konflikte in sich, sind häufig narzisstisch geprägt und
haben Schwierigkeiten, liebevolle und fürsorgliche Mütter und Partnerinnen zu sein.
Ich lade dich ein, mit mir den Weg der Befreiung vom „Schönheitsterrorismus“ zu gehen. Nähe dein
persönliches Traumkleid mit meiner Unterstützung und im Kreis von gleichgesinnten Weibern.
Gemeinsam erschaffen wir etwas Neues – ein Kleid, das nicht nur deinen Körper, sondern auch
deine Seele ehrt.
Wir sind noch keine Millionen, wir sind ein paar Tausende, doch wir sind jetzt schon die
Emagozellen. Die Transformation einer Raupe, die nur frisst und kackt, zu einem Schmetterling ist
unaufhaltsam. Wir sind vielleicht noch kaum sichtbar. Doch der Grundstein für die Kleidung der
neuen Zeit wird bereits im Stillen beim Kerzenschein gelegt.
Ja, ganz im Stillen, Stich für Stich, ohne Protestgeschrei, ohne gegen Etwas zu sein, erleben wir, die
nähenden Weiber, unsere ganz persönliche Transformation. Und bereiten zugleich – auf unsere
urweibliche Art und Weise, im Verborgenen – den Weg für die kollektive Evolution.
Weg von der Mode hin zur Kultur der Kleidung, so wie es unsere Ahnen vorgelebt haben.





































































